SPD Ortsverein Wolbeck

Informationen zur Reaktivierung der WLE

Erfolgreich und wirtschaftlich

Privatbahnen zeigen, wie es geht! Ein Modell auch für den Betrieb der WLE-Strecke von Münster nach Neubeckum ? Die NordWestBahn in Osnabrück hat nach einem Jahr Betrieb durch  Taktfahrplan und Pünktlichkeit neue Qualitäten im Bahnverkehr aufgezeigt. Die Bahnkunden sind zufrieden. Die Zahl der Fahrgäste ist um über 70% gestiegen. Demnächst fährt die Nordwestbahn auch von Münster nach Bielefeld. (www.nordwestbahn.de)

Am 21.03.2002 fand eine Podiumsdiskussion des SPD-Ortsvereins Hansa-Hafen zum Thema

WLE  Chance für die Region

mit den folgenden Teilnehmern statt:

FranzJosef Kniola (Staatsminister a.D., Bahnkommission NRW,...)
Martin Meyer(NordWestBahn Osnabrück)
Dr. Eberhard Christ (RVM, WLE)
Bernhard Daldrup (Regionalrat beim RP Münster, SPD Sendenhorst)
Christoph Strässer (SPD Münster)

Moderation: Rudolf Steingrube

Freie Fahrt fur die WLE

Alles steht im Stau

Auf dem Albersloher Weg Richtung Innenstadt trifft man sich an jedem Morgen und viele ärgern sich. Es geht nur langsam vorwärts. Alle Schleichwege hat man auch schon ausprobiert. Auf  der Wolbecker Straße, der Hammer Straße und der Warendorfer Starße ist das ähnlich. Auch die Busse holen ihre Verspätungen auf den wenigen Sonderspuren nicht wieder auf.

Von Wolbeck benötigt man mehr als 40 Minuten um in die Innstadt zu gelangen .......

Ab Gremmendorf sieht man die Gleise der Westfälischen Landeseisenbahn (WLE) parallel zur Straße und fragt sich jedes Mal:" Warum fährt da kein Zug ?"

In Münster dauert alles etwas länger ...........

Fast alle wollen die Reaktivierung der WLE. Die Berechnungen von Fahrgastaufkommen und Fahrzeiten sind längst abgeschlossen. Jeder Meter Gleis ist ebenso untersucht wie die Standorte neuer Haltepunkte. Ein ausführliches Gutachten dazu ist fertig. Die Verknüpfung mit den Stadtbussen und den Regionalbuslinien ist in einem mustergültigen Taktfahrplan eingeplant.

Aber der Zustand des Bahnkörpers ist marode. Es muss kräftig investiert werden, sonst erlischt die Betriebserlaubnis. Dann ist auch kein Personenverkehr mehr möglich. Auch der Güterverkehr muss sich neue Wege suchen. Zur Zeit rollen auf der Strecke noch einige Züge mit Zement und Kalksteinen. Zurück auf die Straße ? Das kann es doch nicht sein

Wer soll das bezahlen?

Seitdem der Bund die Verantwortung für den Nahverkehr an die Städte und Gemeinden übertragen hat, gilt das Prinzip: Wer bestellt, muss bezahlen! Da weder Bus noch Bahn im Nahverkehr  über die Fahrpreise die Kosten decken können, geben das Land NRW und der Bund dazu jedes Jahr feste Zuschüsse. Ebenso ist eine Regelung für Investitionen in Neubauten getroffen worden.

Wer mehr will, muss besser wirtschaften.

Deshalb wird auch in der Region Münsterland der Nahverkehr nach betriebswirtschaftlichen Kriterien ausgeschrieben. Die Folgen sind schon erfreulich. Selbst die Behördenbahn DB muss  sich dem Wettbewerb mit den Privatbahnen stellen und bietet mit modernen Fahrzeugen mehr Komfort.

Wer entscheidet?

Das Land NRW will bei einer Reaktivierung der WLE fast 90 Prozent der Investitionskosten von ungefähr 35 Mio € übernehmen. Das ist der CDU im Kreis Warendorf für ihren Anteil der Strecke zuwenig. Sie wollen auch noch Teile der Betriebskosten vom Land erstattet bekommen und warten auf eine Neuregelung des Regionalisierungsgesetzes NRW. Die SPD und die Grünen in Münster und im Kreis Warendorf haben vor Jahren schon die Beschlüsse für die WLE gefasst Nur die FDP ist dagegen, weil sie weiter für die freie Fahrt mit dem Auto von Wolbeck nach Münster kämpft, obwohl die Bahn nur 17 Minuten brauchen würde.

Die WLE ist eine Chance für die Region

Herausgeber: SPD Ortsverein HansaHafen
Redaktion: Ursula Saß (ViSdP) Ulrich Müller
Erndener Straße 3, 48155 Münster